Herzlich Willkommen

Neues Projekt.
Erwin Rehling –
Ois ned glong.

Eine Landjugend

Das neue Solo-Projekt von Erwin Rehling erzählt wahrhaftige Geschichten aus den sechziger und siebziger Jahren.
Derb-fein im Dialekt, eigensinnig und genau!
Momente zwischen Tragik und Komik.
Zeit-Echos! Ländliche Idylle bröckelt!

Bericht für den BR - Literatursendung "Diwan"

von Bernhards Jugel

Kritik Josef Wittmann

Erwin Rehling, Ois ned glong – eine Landjugend
Mandelbaum Verlag, Wien, 2022
Klangbuch mit CD

Erwin Rehling ist, das muss man vielleicht wissen, um die Bedeutung des Büchleins unabhängig von der Seitenzahl einschätzen zu können, einer der kreativsten Percussionisten der bayerischen Musikszene. Er war schon mit der Percussionistin Limpe Fuchs auf der Bühne, bevor sie mit Friedrich Gulda das Trio Anima gründete, er war die Seele des grandiosen Trios „Die Interpreten“, die sich mit steil schrägen Bearbeitungen alpenländischer Volksmusik in den 1990ern einen Namen machten, er hat im legendä­ren Duo „Hammerling“ mit dem 2022 verstorbenen Fritz Mosshammer unerhört experi­mentelle Musik mit bairischer Färbung gemacht und zuletzt mit Peter Holzapfel zusammen einzig­artige Klangwelten auf dem festen Boden echter Volksmusik entstehen lassen. Er ist im besten Sinne wohlbekannt – aber nie richtig berühmt geworden. Dafür war er wohl immer das berühmte Löfferl­voll zu gut.
 
Ois ned glong sind zum einen kurze Episoden aus der Jugend, die in den 1960/70er Jahren auf dem Land, in der Umgebung von Wasserburg am Inn, stattgefunden hat. Rehling gelingt es, in seinen ganz persönlichen Erinnerungen den Zeitgeist einzufangen: die gesellschaftliche Spannung (mehr noch als die politische), die zwischen dem Beharren auf dem Althergebrachten und dem unaufhalt­samen Ausbreiten einer weltoffenen, bunten Lebenseinstellung entstand. Das aber gerade nicht mit theoretischer Akribie, sondern mit flinkem Wechsel der Schauplätze und Themen und mit Splittern von Erzählungen, in denen das Wesentliche aufblitzt und in aller Schärfe nachwirkt. Keine gemüt­lichen Lausbubengeschichten, sondern ehrliche, mitunter schmerzlich nachvollziehbare Erlebnisse, meist mit offenem Ende, das erträglicher wird, wenn man es mit eigenem Erleben aufwiegt.
 
Zum anderen ist ois ned glong ein Klangkunstwerk. Mit Schlagzeug, Xylophon, Marimba, Steinspiel, Lyra und Kuhglocken (um nur einem Einblick in das Arsenal an Klangerzeugern zu geben) improvisiert Rehling Rhythmen, die ganz kurz als heimelig bekannt erscheinen und einen Augenschlag darauf spannend, fordernd, fremd, oder auch witzig, heiter, ironisch werden können. Es ist eine Musik, die schon auf der CD artisitsch zwischen Perfektion und Freiheit balanciert – die aber eigentlich erst in der Performance ihre ganze Fülle zeigen kann. Tatsächlich kann man das Klangbuch nur als die dauer­hafte Version  eines einmaligen, unvergesslichen Erinnerungs-Happenings bezeichnen, das nur die erleben dürfen, die zu Rehlings viel zu seltenen Life-Auftritten kommen.

Josef Wittmann

Holzapfel und Rehling
Neues von Früher

Dorfgeschichten und widerspenstige Musik

Neues von Früher…
führt in eine kindliche Welt aus heutiger Sicht!
Schauplatz dieser wahren und durchlebten Begebenheiten ist ein kleines Dorf in der Nähe von Wasserburg am Inn.

Die Geschichten:
Rehlings Kindheits- und Jugend-Erinnerungen, im Dialekt derb-fein gezeichnet, kurz und knapp, genau hingeschaut, einfach und bildstark!
Momente voller Tragik, Komik und Humor!
Erinnerungen ohne Wehmut, die ihre Kraft aus der Einfachheit von Sprache und Erlebnis schöpfen.

Die Musik:
Ein hochsensibles, zeitgenössisches Klanggeflecht  –  rockig,  jazzig, experimentell und  in direkter Verbindung zu den Geschichten.

Die Akteure:
Peter Holzapfel Posaune, Gitarren, Backblechkoto, Melodica, Electronics, Stimme
Erwin Rehling Geschichten, Schlagzeug, Steinspiel, Marimba, Schellenbaum, Glocken

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Klangbuch der Woche

von WDR 5 | Literaturmagazins vom 16.02.2019

Neues Projekt
Schöner Scheitern kann man nicht

Erotische Weltliteratur mit praktischen Anleitungen

Weltpremiere Mo. 06. 11.2017, Salzburg,  Off Theater, Eichstraße 5, 20 Uhr
www.theateroffensive.at 

Ein launig-irrwitziger Ritt durch Gedichte und Kurzprosa, anrüchig, derb, zart, manchmal alles zugleich – erzählt von der höchst wandelbaren Stimme der Schauspielerin Monika Manz.                                                                                                                
Zwischen den Zeilen und darüber hinaus erklingt Erwin Rehlings percussive Klangbibliothek aus Steinspiel, Marimba, Glocken und drums – eine Symbiose!              

Mag. Andrea Stark, Life coach, Sexual- und Paarberaterin und Betreiberin des online-shops  „Sinn und Sinnlichkeit“ beglückt mit Accessoires und praktischen Tipps!

Anthoff liest …

Geschichten zur Winterzeit

Gerd Anthoff » Sprache

Erwin Rehling » Schlagzeug, Kuhglocken, Steinspiel, Marimba, Schellenbaum

Kann man im Winter überhaupt mit der Achterbahn fahren? Ja, sagt Anthoff und es geht auf und ab, mit jähen Wendungen, kurzen Erholungspassagen, die nur Vorbereitung für den Sturz ins Bodenlose sind, der wiederum in wohliger Freude endet.
Da spielt der Knabe Oskar Maria Graf in der winterlich warmen Großmutterstube, da beschreibt Robert Walser fein säuberlich und akribisch den Schnee – und beide Autoren lassen ihre Idylle im Erschrecken enden. Umgekehrt beobachtet Theodor Fontane eine armselige Szene im vorweihnachtlichen London und träumt sich ein versöhnliches Ende. Die Abgründe bei Siegfried Lenz kommen langsam und stoisch daher und enden auch so. Die Geschichte von Hans Bergel mündet in einen einzigen Jubel, der ein ganzes Leben lang anhält, Rainer Maria Rilke und Selma Meerbaum-Eisinger steuern leise Poesie bei, genau wie Jan Wagner, dessen Text jedoch rätselhaft verstörend ist. Kurt Tucholsky ist für die feine Ironie zuständig und Alf Proysen ist im besten Sinne einfach nur kindisch.
All diese winterlichen Extreme und Gefühle werden von Erwin Rehling an Schlagzeug, Steinspiel, Glocken oder Bassmarimba zusammengehalten und weitergesponnen. Musik am Schlagzeug? Oh ja, das geht!

Gerd Anthoff wurde einem breiten Publikum vor allem durch seine Rolle als der zwielichtige Bauunternehmer Toni Rambold in der inzwischen klassischen Sat1-Serie „Der Bulle von Tölz“ bekannt. In der ZDF-Reihe „Unter Verdacht“ spielte er an der Seite von Senta Berger den charmant durchtriebenen Kommissariatsleiter Dr. Claus Reiter. Für diese Rolle erhielt er 2003 den Adolf-Grimme-Preis. Darüber hinaus wirkte er in erfolgreichen BR-Fernsehserien wie „Löwengrube“, „Hausmeister“, „Cafe Meineid“ oder „Kaiser von Schexing“. Theaterstationen waren die Münchner Kammerspiele, das Volkstheater und das Gärtnerplatztheater in München, die Salzburger Festspiele. Bis 2011 war er Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel. Er arbeitete mit so bedeutenden Regisseuren wie Ingmar Bergmann, Dieter Dorn, Hans Lietzau, Hans Neuenfels und vielen anderen.

Erwin Rehling ist vielseitiger Schlagzeuger und Perkussionist. Er war in den 1980/90er Jahren mit den legendären Volksmusikanarchisten „Die Interpreten“ unterwegs und gründete 2002 das Weltmusik-Duo „Hammerling“. Seit 1998 ist er Teil des Krimiprojekts „Mörderisches Bayern“ mit Udo Wachtveitl. Mit dem Programm „Neues von Früher – Dorfgeschichten und widerspenstige Musik“ ist er aktuell im Duo mit Peter Holzapfel auf Tour.

Neu: Jetzt als Hörbuch

Zu bestellen gegen Rechnung bei  erwinrehling@web.de

Theater Lindenhof Melchingen spielt

„Der varreckte Hof“ –
Stubenoper von Georg Ringsgwandl

Gesänge in einer sterbenden Sprache

Die Akteure:
Kathrin Kestler, Linda Schlepps, Berthold Biesinger, Stefan Hallmayer

Die Regie:
Christoph Biermeier

Die Musik:
Komposition und Einstudierung: Thomas Unruh
Live gespielt von Bernhard Mohl und Erwin Rehling

Eine von durchwegs sehr positiven Stimmen finden Sie im Bereich Pressestimmen

Der Drei-Filme-Abend

Drei Dokumentarfilme von Gerburg Rosa Schwägerl
und Erwin Rehling

» „Ludi – Dokument eines Hirtenlebens“

» „Verwehter Glanz – Frau Emmi und das Alpenhotel Hochfinstermünz“

» „Versunkene Geschichten aus Bitov“

Neues von Früher.
Holzapfel und Rehling.

Neues von Früher führt in eine kindliche Welt aus heutiger Sicht!

Schauplatz dieser wahren und durchlebten Ereignisse aus den sechziger Jahren ist ein kleines Dorf in Oberbayern, in dem Rehling aufwuchs, wo jeder jeden kannte, wo es Anteil nehmende Nachbarschaft gab, der Spielplatz für die Kinder eine weitgehend intakte Natur. Die scheinbare Idylle birgt Momente voller Tragik, Komik und Humor!